28.01.2021 Neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung tritt in Kraft

Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat zur Bekämpfung und Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus eine neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung auf den Weg gebracht. Diese tritt am 27. Januar in Kraft und gilt zunächst bis zum 15. März 2021.

Die Verordnung enthält folgende Punkte:

Kontaktreduktion:
•    Der Arbeitgeber hat die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich Infektionsschutz zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren.
•    Der Arbeitgeber hat alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um betriebsbedingte Kontakte zu reduzieren; die gleichzeitige Raumbenutzung ist auf ein Minimum zu reduzieren.
•    Betriebsnotwendige Zusammenkünfte sollen soweit wie möglich durch die Verwendung von Informationstechnologie ersetzt werden; ist dies nicht möglich, muss der Arbeitgeber gleichwertige Schutzmaßnahmen ergreifen (Lüften, physische Abtrennungen).
•    Im Fall von Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten hat der Arbeitgeber den Beschäftigten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.
•    Ist die gleichzeitige Raumbenutzung erforderlich, so darf eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten werden, soweit die Tätigkeiten dies zulassen; andernfalls muss der Arbeitsgeber gleichwertige Schutzmaßnahmen ergreifen.
•    In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten muss der Arbeitgeber die Beschäftigten in möglichst kleine Arbeitsgruppen einteilen und zeitversetztes Arbeiten ermöglichen, soweit die betrieblichen Gegebenheiten dies zulassen.

Mund-Nase-Schutz:
•    Der Arbeitgeber hat medizinische Gesichtsmasken/FFP2-Masken/vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen, wenn die Anforderungen an die Raumbelegung nicht eingehalten werden können, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, oder wenn bei den ausgeübten Tätigkeiten mit einem erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist.
•    Abweichend hiervon kann der Arbeitgeber andere ebenso wirksame Maßnahmen treffen.

Weitere Informationen sowie die Verordnung finden Sie hier.