Busreisen sind jetzt erst recht attraktiv

Trotz steigender Spritpreise sind die Angebote der Bustouristik günstiger als der Urlaub mit dem Pkw.

 

Mit Beginn des Iran-Kriegs sind die Spritpreise stark gestiegen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werden auch Busreiseveranstalter die gestiegenen Energiekosten teilweise an ihre Kunden weitergeben müssen. Dennoch bleibt die Bustouristik im Vergleich zum Urlaub mit dem eigenen Pkw preislich attraktiv.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Preise an den Tankstellen sind Busreisen gerade jetzt besonders interessant“, betont Hermann Meyering. „Reisebusse sind im Verbrauch äußerst effizient, sodass sich mögliche Preisanpassungen für die Kunden in einem moderaten Rahmen bewegen“, erklärt der Busreiseveranstalter aus Lingen und Vorsitzende der Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk).

Die gbk klassifiziert komfortable Reisebusse mit einem Sternesystem und steht damit für entspanntes Reisen mit großzügiger Beinfreiheit, moderner Bordtechnik und hoher Servicequalität. Gleichzeitig macht der Verband auf die Vorteile des Reisebusses als besonders umweltfreundliches Verkehrsmittel aufmerksam.

Auch rechtlich sind Verbraucher gut geschützt: Nach dem Pauschalreiserecht und den Reisebedingungen der Veranstalter dürfen Reisepreise nach der Buchung wegen gestiegener Treibstoffkosten nur um maximal acht Prozent erhöht werden. Die Anbieter müssen eine solche Anpassung begründen und ihre Kunden spätestens 20 Tage vor Reisebeginn darüber informieren. Übersteigt die Preiserhöhung diese Grenze, können Reisende kostenlos vom Vertrag zurücktreten. Umgekehrt haben sie Anspruch auf eine Preissenkung, sobald die Treibstoffpreise wieder sinken.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass Kunden moderate Preisaufschläge aufgrund gestiegener Spritkosten nachvollziehen können“, sagt Meyering. Dass diese Zuschläge vergleichsweise gering ausfallen, belegen auch Analysen des Umweltbundesamtes: Demnach benötigt ein Reisebus nur etwa ein Viertel der Energie, die ein Pkw verbraucht.

Die aktuelle Ölkrise verleiht zudem der Forderung der gbk an die Politik zusätzliche Dringlichkeit, die Entwicklung alternativer Antriebe stärker voranzutreiben. „Synthetische Kraftstoffe wie HVO müssen der Bustouristik in ausreichender Menge und möglichst von der Mineralölsteuer befreit zur Verfügung stehen“, erklärt Meyering.

„Zugleich brauchen wir einen flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in ganz Europa.“

 

Bildunterschriften:

Reisegruppe:
Gerade in Zeiten hoher Spritkosten ist der Reisebus eine attraktive Alternative zum Pkw.

Meyering:
Der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering fordert den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse.

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