- Zero-Emission-Strategie: MAN setzt konsequent auf Elektromobilität und nachhaltige Transportlösungen
- Serienproduktion von E-Stadtbussen in Ankara gestartet – Auslieferung erster elektrischer Reisebusse in Richtung Jahresende geplant
- Ankara nach Starachowice (Polen) und Olifantsfontein (Südafrika) als drittes Buswerk bereit für Elektromobilität
- Rund 3.300 MAN eBusse haben in Europas Städten bereits 250 Millionen Kilometer im täglichen Betrieb zurückgelegt und so rund 150.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu konventioneller Technologie eingespart
MAN Truck & Bus treibt die Transformation seines Busgeschäfts konsequent voran: Im türkischen Werk Ankara hat das Unternehmen die Serienproduktion seines vollelektrischen Stadtbusses MAN Lion’s City E gestartet. In den letzten Wochen sind dort die ersten eBusse zuverlässig vom Band gerollt – ein weiterer entscheidender Schritt in der Transformation in Richtung Zero-Emission und nachhaltiger Mobilität. Nach dem erfolgreichen Hochlauf der Produktion im polnischen Werk in Starachowice mit tausenden ausgelieferten eBussen seit 2020 rollen jetzt auch Elektro-Löwen aus der Busfertigung in der türkischen Hauptstadt. Am Produktionsstandort Olifantsfontein fertigt MAN mit dem Lion’s Explorer E zudem einen für den südafrikanischen Markt ausgelegten eBus. Mit der Elektrifizierung dieser drei Standorte reagiert der Nutzfahrzeughersteller auf die stetig wachsende Nachfrage nach emissionsfreien Bussen. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen die Produktionskapazitäten in Ankara als Teil seines weltweiten Produktions- und eMobility-Netzwerks.
„Mit der Aufnahme der eBus-Produktion in Ankara setzen wir einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg zur Elektromobilität“, sagt Barbaros Oktay, Head of Bus bei MAN Truck & Bus, und ergänzt: „Wir erweitern unsere Produktionskapazitäten, stärken unser globales Busnetzwerk und können steigende Kundenanforderungen noch schneller und flexibler erfüllen. Ankara spielt künftig eine Schlüsselrolle für unsere eMobility-Strategie.“
MAN überführt sein Produktionsnetzwerk in die Elektro-Ära
Der Umbau des Werks Ankara ist Teil der umfassenden Neuausrichtung von MAN hin zu einem Anbieter nachhaltiger Transportlösungen. Der Standort Starachowice in Polen war mit dem Anlauf des MAN Lion’s City E im Jahr 2020 das erste MAN-Werk im Produktionsverbund, das in großem Stil für die Produktion von Elektrofahrzeugen fit gemacht wurde. In Olifantsfontein wird seit zwei Jahren der Lion’s Explorer E gebaut. Im Werk München startete im Jahr 2025 die Serienproduktion der vollelektrischen, schweren Lkw MAN eTGS und eTGX. Derzeit bereitet sich auch das Produktions-Team in Krakau intensiv auf die Serienfertigung der ersten Elektro-Lkw vor. Hier wird in den nächsten Monaten die Serienproduktion des leichten Lkw MAN eTGL starten. Ein weiteres E-Modell zur Komplettierung des vollelektrischen Produktportfolios wird MAN im Mai auf der Messe Transpotec in Mailand vorstellen. Auch dieser Lkw wird künftig in Krakau produziert. Das Werk Nürnberg schließlich wurde mit der Ansiedelung der MAN-eigenen Batterieproduktion von einem reinen Motorenstandort hin zu einem Entwicklungs- und Produktionsstandort für sowohl modernste Dieselmotoren als auch alternative Antriebskonzepte weiterentwickelt.
Ankara als wichtiger Baustein der E-Strategie
In Ankara wurde in den letzten Jahren die Infrastruktur modernisiert, Produktionsprozesse optimiert und die Belegschaft gezielt auf die Anforderungen der Elektromobilität vorbereitet. „Durch diese Schritte und die getätigten Investitionen schaffen wir die Grundlage, langfristig emissionsfreie Mobilitätslösungen in hoher Stückzahl und Qualität anzubieten“, sagt Oktay. Künftig sollen neben dem Lion’s City E auch elektrische Überlandbusse und der neue Lion’s Coach E für den Reiseverkehr in der Türkei gefertigt werden. „Unser Ziel ist es, dass Ankara wie auch Starachowice eine Schlüsselrolle in der eMobility-Transformation des MAN Busgeschäfts übernehmen“, so Oktay weiter.
„Ankara entwickelt sich zu einem der zentralen eMobility-Zentren von MAN. Dank unserer flexiblen Produktionsstruktur können wir sowohl verschiedene Elektrobusmodelle als auch konventionell angetriebene Busse auf derselben Linie fertigen. Das macht es uns möglich, effizient auf unterschiedliche Marktanforderungen zu reagieren“, betont Mehmet Şermet, Head of Production Bus bei MAN Truck & Bus.
Der MAN Lion’s City E: eine Erfolgsgeschichte
Seit der Markteinführung im Jahr 2019 hat sich der MAN Lion’s City E zu einer Erfolgsgeschichte in Europa entwickelt und ist heute in zahlreichen europäischen Städten im Einsatz. Insgesamt wurden bereits rund 3.300 Fahrzeuge produziert und an Kunden ausgeliefert. Diese haben im täglichen Betrieb zusammen etwa 250 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei durch ihren lokal emissionsfreien Einsatz rund 150.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu konventionellen Dieselbussen eingespart. Die Steigerung der Absatzzahlen unterstreicht die dynamische Entwicklung eindrucksvoll. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Elektromobilität bei MAN deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Absatz vollelektrischer Trucks und Busse stieg um 168 Prozent auf insgesamt 1.970 Einheiten. Allein beim MAN Lion’s City E konnte ein Wachstum von 118 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden, insgesamt wurden mehr als 1.300 eBusse verkauft. Damit erreicht MAN einen neuen Rekordwert. In Europa ist mittlerweile rund jeder zweite verkaufte Stadtbus von MAN elektrisch angetrieben.
Basis für diesen Erfolg ist neben der Zuverlässigkeit, Reichweite und Nachhaltigkeit des Lion’s City E auch das breite Portfolio an emissionsfreien Bussen, das kontinuierlich ausgebaut wird. Es umfasst kompakte 10-Meter-Fahrzeuge, klassische 12-Meter-Solobusse, 18-Meter-Gelenkbusse für hohe Fahrgastzahlen sowie elektrische Low-Entry-Varianten für den Überlandeinsatz. Mit dem Lion’s Chassis E können zudem Märkte außerhalb Europas bedient werden. Der vollelektrische MAN Lion’s Coach E markiert darüber hinaus den Einstieg in eine neue Ära des emissionsfreien Reisens – erste Fahrzeuge sollen bis Jahresende an Kunden rollen. MAN deckt mit dieser Modellvielfalt alle relevanten Einsatzszenarien ab und leistet einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in Städten, Regionen und perspektivisch auch im Fernverkehr – überall auf der Welt.